Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
eine aktuelle Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) zeigt, dass bundesweit im Jahr 2024 nahezu jedes dritte Ausbildungsverhältnis vorzeitig
beendet wurde. Mit einer Vertragslösungsquote von 29,7 % wurde damit ein historischer Höchststand erreicht. Besonders betroffen sind einzelne Dienstleistungsberufe,
während technisch-gewerbliche Berufe deutlich geringere Quoten aufweisen.
Vor diesem Hintergrund bittet die CDU-Fraktion die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:
- Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf Dortmund
- Treffen die in der Studie dargestellten bundesweiten Erkenntnisse zu vorzeitigen Vertragslösungen auch auf Dortmund zu?
- Wie hat sich die Vertragslösungsquote in Dortmund in den vergangenen fünf Jahren insgesamt entwickelt?
- Konkrete Zahlen auf Stadtebene
- Welche konkreten Zahlen liegen der Verwaltung zu vorzeitigen Vertragslösungen in der dualen Ausbildung vor (insgesamt sowie
differenziert nach Ausbildungsberufen bzw. Berufsfeldern, soweit möglich)? - Gibt es Ausbildungsberufe mit besonders hohen bzw. besonders niedrigen Vertragslösungsquoten?
- Lassen sich Unterschiede zwischen einzelnen Branchen oder Zuständigkeitsbereichen (z. B. IHK / Handwerkskammer) erkennen?
- Mögliche Auswirkungen auf die Berufskollegs
- Welche potenziellen Auswirkungen haben steigende Vertragslösungsquoten auf die Berufskollegs in Dortmund, insbesondere im Hinblick
auf Schülerzahlen, Klassenbildung, Abbrüche oder Wechsel zwischen Bildungsgängen? - Sind bestimmte Bildungsgänge oder Berufsfelder an den Berufskollegs in besonderem Maße betroffen?
- Handlungsbedarf und bestehende Maßnahmen
- Welche bestehenden Maßnahmen oder Unterstützungsangebote gibt es in Dortmund zur Stabilisierung von Ausbildungsverhältnissen und zur
Vermeidung vorzeitiger Vertragslösungen? - Sieht die Verwaltung vor dem Hintergrund der vorliegenden Daten zusätzlichen Handlungsbedarf, insbesondere in der Zusammenarbeit zwischen
allgemeinbildenden Schulen, Berufskollegs, Ausbildungsbetrieben und weiteren Akteuren der Berufsorientierung?

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