Vorzeitige Vertragslösungen in dualen Ausbildungsverhältnissen - Bericht der Verwaltung

19.03.2026

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

eine aktuelle Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) zeigt, dass bundesweit im Jahr 2024 nahezu jedes dritte Ausbildungsverhältnis vorzeitig
beendet wurde. Mit einer Vertragslösungsquote von 29,7 % wurde damit ein historischer Höchststand erreicht. Besonders betroffen sind einzelne Dienstleistungsberufe,
während technisch-gewerbliche Berufe deutlich geringere Quoten aufweisen.

Vor diesem Hintergrund bittet die CDU-Fraktion die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf Dortmund
  • Treffen die in der Studie dargestellten bundesweiten Erkenntnisse zu vorzeitigen Vertragslösungen auch auf Dortmund zu?
  • Wie hat sich die Vertragslösungsquote in Dortmund in den vergangenen fünf Jahren insgesamt entwickelt?
  1. Konkrete Zahlen auf Stadtebene
  • Welche konkreten Zahlen liegen der Verwaltung zu vorzeitigen Vertragslösungen in der dualen Ausbildung vor (insgesamt sowie
    differenziert nach Ausbildungsberufen bzw. Berufsfeldern, soweit möglich)?
  • Gibt es Ausbildungsberufe mit besonders hohen bzw. besonders niedrigen Vertragslösungsquoten?
  • Lassen sich Unterschiede zwischen einzelnen Branchen oder Zuständigkeitsbereichen (z. B. IHK / Handwerkskammer) erkennen?
  1. Mögliche Auswirkungen auf die Berufskollegs
  • Welche potenziellen Auswirkungen haben steigende Vertragslösungsquoten auf die Berufskollegs in Dortmund, insbesondere im Hinblick
    auf Schülerzahlen, Klassenbildung, Abbrüche oder Wechsel zwischen Bildungsgängen?
  • Sind bestimmte Bildungsgänge oder Berufsfelder an den Berufskollegs in besonderem Maße betroffen?
  1. Handlungsbedarf und bestehende Maßnahmen
  • Welche bestehenden Maßnahmen oder Unterstützungsangebote gibt es in Dortmund zur Stabilisierung von Ausbildungsverhältnissen und zur
    Vermeidung vorzeitiger Vertragslösungen?
  • Sieht die Verwaltung vor dem Hintergrund der vorliegenden Daten zusätzlichen Handlungsbedarf, insbesondere in der Zusammenarbeit zwischen
    allgemeinbildenden Schulen, Berufskollegs, Ausbildungsbetrieben und weiteren Akteuren der Berufsorientierung?