Umgestaltung der Uni-Süd-Tangente zur Schaffung von Parkraum und Verbesserung der Infrastruktur bei Großveranstaltungen

08.04.2026

Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,

die CDU-Fraktion bittet um die Behandlung folgenden Antrags in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung.

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung bittet die Verwaltung, im Bereich der Uni-Süd-Tangente (Streckenabschnitt zwischen Stockumer Straße/ Steinsweg und dem nördlichen Wendepunkt)
Maßnahmen zur effizienten Nutzung der Verkehrsflächen einzuleiten. Dabei sind insbesondere folgende Punkte umzusetzen:

  1. Neuaufteilung der Fahrbahnen: Die bestehenden zwei Fahrbahnen pro Richtungsfahrbahn sind auf jeweils eine Fahrbahn zu reduzieren. Die hierdurch freiwerdenden Flächen
    (linke Fahrbahnen sowie die vorhandenen Mehrzweckstreifen) sind zur Einrichtung von Parkständen im 45-Grad-Winkel umzugestalten.
  2. Sicherung des Wendehammers: Der Wendepunkt am Ende des Ausbaubereichs ist durch das Aufstellen von Findlingen in ausreichender Größe baulich so zu sichern,
    dass die Fahrbahn für den fließenden Verkehr freigehalten und unbefugtes Parken in Kurvenbereichen unterbunden wird.
  3. Infrastruktur für den ÖPNV: Es sind zwei neue Haltestellen für die Busse der DSW21 einzurichten. Diese sind mit entsprechenden Stadtmöbeln (Wartehäuschen, Sitzgelegenheiten)
    auszustatten, um einen angemessenen Witterungsschutz für die Nutzer zu gewährleisten.
  4. Einrichtung eines Shuttle-Betriebs: Die Verwaltung wird gebeten, mit der DSW21 in Verhandlung zu treten, um an Spieltagen des BVB sowie bei Großveranstaltungen
    in den Westfalenhallen einen regelmäßigen Shuttle-Dienst zwischen diesen Parkflächen und dem Veranstaltungsort sicherzustellen.
  5. Verkehrslenkung und Beschilderung: Es ist eine umfassende Beschilderung sowie ein System zur Lenkung des Parksuchverkehrs zur Universitätsstraße hin zu etablieren.
    Ziel ist es, die Autofahrer gezielt und frühzeitig auf das neue Stellplatzangebot hinzuweisen und den Verkehrsfluss effizient zu steuern.
  6. Ordnungsbehördliche Überwachung: Durch die formelle Ausweisung der Parkflächen ist sicherzustellen, dass die Ordnungsbehörde eine rechtliche Handhabe erhält,
    um gegen Falschparker vorzugehen und die Zweckentfremdung der Flächen durch dauerhaft abgestellte LKW zu unterbinden.

Begründung:

  • Die Uni-Süd-Tangente weist im genannten Abschnitt einen überdurchschnittlich komfortablen Ausbaugrad auf, der weit über dem tatsächlichen Verkehrsaufkommen liegt.
    Während für den fließenden Verkehr jeweils eine Fahrspur pro Richtung vollkommen ausreichend ist, verbleiben ungenutzte Kapazitäten in Form von redundanten Fahrstreifen
    und breiten Mehrzweckstreifen. Ein vollständiger Rückbau dieser versiegelten Flächen ist zwar langfristig wünschenswert, erscheint jedoch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten
    kurz- bis mittelfristig nicht realisierbar.
  • Gleichzeitig steht der Stadtbezirk vor erheblichen Herausforderungen im Bereich des ruhenden Verkehrs. Die geplanten Kapazitätserweiterungen im Stadion Rote Erde
    um ca. 5.500 Plätze sowie die Expansionspläne der Westfalenhallen werden den Parkdruck bei Großveranstaltungen massiv erhöhen. Zudem besteht durch die unmittelbare Nähe
    zum Technologiepark und zur Universität ein kontinuierlicher Bedarf an Stellflächen.
  • Durch die vorgeschlagene Umgestaltung lassen sich Synergieeffekte nutzen:
  • Kapazität: Auf der Strecke von etwas über zwei Kilometern kann Parkraum für über tausend PKW geschaffen werden, ohne neue Flächen versiegeln zu müssen.
    Die Universität wird hierdurch entlastet und muss vorerst keine weiteren ökologisch wertvollen Flächen als Parkplatz ausweisen.
  • Anwohnerschutz: Ein attraktives Parkangebot in Verbindung mit einem leistungsfähigen Shuttle-System der DSW21 lenkt den Parkplatzsuchverkehr frühzeitig ab.
    Dies schützt die angrenzenden Wohngebiete vor der Belastung durch ortsfremde Parkplatzsuchende.
  • Ordnung und Sicherheit: Die klare Strukturierung der Parkflächen ermöglicht es dem Ordnungsamt, gezielt gegen die derzeitige Problematik illegal abgestellter LKW vorzugehen.
    Die Sicherung des Wendepunktes durch Findlinge verhindert zudem gefährliche Parkmanöver in unübersichtlichen Bereichen.
  • Die Maßnahme stellt eine kostengünstige und kurzfristig umsetzbare Lösung dar, um die bestehende Infrastruktur an den tatsächlichen Bedarf anzupassen
    und den öffentlichen Raum effizienter zu bewirtschaften.