Handball-Campus-Konzept des Deutschen Handballbundes - Grundsatzbeschluss

01.07.2026

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,


im Rahmen des Handball-Campus-Konzeptes des DHB sollen auch Gespräche für eine Handball-Trainingshalle weitergeführt werden,
deren Bau auf einem Grundstück hinter der Helmut-Körnig-Halle angedacht ist. Dabei gestaltet sich die Debatte um Interessenten,
Nutzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und konkreter Ausgestaltung des Projektes als vielschichtig. Auf der einen Seite soll der Platz hinter
der Helmut-Körnig-Halle Teil des projektierten Handball-Campus-Konzeptes des DHB sein; auf der anderen Seite hat der BVB die Absicht
geäußert, dort ebenfalls eine große Sporthalle zu errichten. Vor diesem Hintergrund bittet die CDU-Fraktion im Ausschuss für Klimaschutz,
Stadtgestaltung, Umwelt und Wohnen um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Wie würde die Stadtverwaltung sicherstellen, dass das vom BVB vorgetragene Konzept zum Bau einer großen Sport- und Trainingshalle
    im Einklang mit den Projektierungen des DHB behandelt werden könnte?
     
  2. Das Grundstück, auf dem ein möglicher Bau gedacht ist, wird bereits als Leichtathletik-Feld genutzt - es handelt sich demnach nicht um
    eine ungenutzte Freifläche. Unter welchen Voraussetzungen könnte daher auf dem Gelände gebaut werden? Müsste der B-Plan verändert
    werden, wenn der Bau einer großen Sporthalle, wie sie vom BVB beabsichtigt ist, anvisiert würde?
     
  3. Wie würde die Stadtverwaltung sicherstellen, dass durch den Bau einer neuen Handballhalle auf dem Gelände des Leichtathletik-Feldes
    benötigte Leichtathletik-Ressourcen nicht wegfallen würden?
     
  4. Mit der DS-Nr. 23263-21 hat der Rat der Stadt Dortmund im Jahr 2021 die Verfüllung von Schächten und Stollen auf dem Gelände des
    Stadions Rote Erde, die durch einst durchgeführten Bergbau entstanden waren, beschlossen. Schnelles Handeln gebot damals nicht nur
    eine bestehende Einsturzgefahr, sondern auch der Umstand, dass der Bergbau bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt war. Wie würde die
    Verwaltung sicherstellen, dass das Gelände hinter der Helmut-Körnig-Halle den möglichen Belastungen, die mit dem Bau einer modernen,
    mit Tribünen ausgestatteten Sporthalle einhergehen würden, standhält? Wie sieht es mit der Belastbarkeit der Fläche aus und müssten
    auf dem möglichen Gelände ebenfalls Verfüllungen vorgenommen werden?
     
  5. Welche Option – Erbbaurecht oder Verkauf – würde die Stadtverwaltung hinsichtlich des hinter der Helmut-Körnig-Halle gelegenen
    Grundstücks favorisieren, sollte der Bau einer Großsporthalle durch den BVB ernsthaft weiterverfolgt werden? Und: Welche der beiden
    Optionen würde sich voraussichtlich langfristig als wirtschaftlicher erweisen?
     
  6. Wie viele Parkplätze würden für die jeweiligen Hallen- und Nutzungskonzepte veranschlagt werden müssen und wo könnten diese
    gebaut werden? Unter welchen Bedingungen könnten existierende Stellplatzverpflichtungen abgelöst werden?
     
  7. Der skizzierte direkte Anbau der neuen DHB-Zentrale an das Eisportzentrum Westfalen würde sich auf dieses unmittelbar auswirken,
    etwa durch die angedachte Überarbeitung des Eingangsbereichs. In diesem Zusammenhang könnte sich eine energetische Sanierung des Eissportzentrums anbieten. Welche Maßnahmen wären mit Blick auf ein ökologisches Energiemanagement denk- und planbar und wie
    könnte eine wirtschaftliche Umsetzung aussehen (z.B. Einhausung der bislang offenen Fassade des Eisstadions)?
     
  8. Der Rat der Stadt Dortmund hat in seiner Sitzung am 03.07.2025 den Bau der „Sporthalle Unionviertel“ (DS-Nr. 38110-25) beschlossen.
    Diese Vierfach-Sporthalle soll 3250-Sitzplätze umfassen. Die Überlegungen des BVB zielen auf einen Hallenbau ähnlicher Größe. Die beiden
    Bauprojekten stünden in „Konkurrenz“ zueinander. Welche Maßnahmen hat die Stadtverwaltung geplant, um einer solchen vorzubeugen
    und zugleich die Entstehung von Überkapazitäten zu verhindern?