Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
die vorliegende Auseinandersetzung mit Angsträumen im Stadtgebiet zeigt, dass das subjektive
Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum ein wichtiger Aspekt bei
der Gestaltung und Beleuchtung von Wegen und Plätzen ist. Die Stadt Dortmund hat in diesem
Zusammenhang bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Beleuchtung an sensiblen Wegever-
bindungen und Unterführungen umgesetzt und weitere vorgesehen. Die Unterführung zwischen
der Mergelteichstraße und der Wildrosenstraße sowie der angrenzende Fuß- und Radweg stellen
insbesondere in den frühen Morgen- und Abendstunden einen Bereich dar, in dem eine ausreichende
Beleuchtung und gute Einsehbarkeit von besonderer Bedeutung sind. Der Weg wird werktags von
Schülerinnen und Schülern der Rudolf-Steiner Schule als Schulweg genutzt. Ebenso befindet sich
in direkter Angrenzung eine Senioreneinrichtung. Neben der bestehenden Beleuchtung ist insbesondere
der Grünbewuchs entlang des Weges zu betrachten. Dieser verdeckt teilweise vorhandene Leuchten
und schränkt zugleich die Einsehbarkeit des Weges ein. Ein umfassender Rückschnitt könnte daher
kurzfristig zu einer Verbesserung der vorhandenen Situation beitragen. Besonders problematisch ist
zudem das als Spielplatz ausgewiesene und mittlerweile stark zugewachsene Areal. Durch den Bewuchs
ist der Bereich nur eingeschränkt einsehbar. Gerade bei Dunkelheit kann ein solcher schlecht einsehbarer
Bereich das subjektive Sicherheitsempfinden der Passantinnen und Passanten beeinträchtigen. Eine geeignete
Umzäunung könnte zu einer klareren räumlichen Abgrenzung und einer besseren Übersichtlichkeit beitragen.
Die CDU-Fraktion hält es daher für sinnvoll, kurzfristig umsetzbare Maßnahmen wie den Rückschnitt des
Grüns und die Optimierung der vorhandenen Beleuchtung mit einer längerfristigen Betrachtung des gesamten
Bereichs zu verbinden. Mit einem ganzheitlichen Beleuchtungskonzept und gegebenenfalls der Aufnahme des
Bereichs in die weitere Angstraumplanung könnte darüber hinaus geprüft werden, wie die Situation dauerhaft
verbessert werden kann.
Die Verwaltung wird daher gebeten zu prüfen, mit welchen kurzfristigen und mittelfristigen
Maßnahmen die Beleuchtung, Einsehbarkeit und das subjektive Sicherheitsempfinden imBereich der
Unterführung zwischen der Mergelteichstraße und der Wildrosenstraße sowie auf dem angrenzenden
Fuß- und Radweg verbessert werden können.
Dabei sollen insbesondere folgende Punkte geprüft werden:
- Kann die vorhandene Beleuchtung in der Unterführung (die momentan durch Farbschmierereien
verdunkelt wird) sowie auf dem Fuß- und Radweg vor und nach der Unterführung kurzfristig erneuert,
ergänzt bzw. optimiert werden? Ist eine Umsetzung noch vor der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit
möglich?
- Kann entlang des gesamten betreffenden Weges kurzfristig ein umfassender Rückschnitt des Grünbewuchses
erfolgen, insbesondere dort, wo vorhandene Beleuchtung durch Bewuchs verdeckt oder in ihrer Wirkung
beeinträchtigt wird? Dabei soll auch geprüft werden, in welchem Umfang durch den Rückschnitt die Einsehbarkeit
des Weges verbessert werden kann.
- Wie ist der aktuelle Zustand des als Spielplatz ausgewiesenen Areals zu bewerten und kann dieses, sofern
erforderlich, durch eine geeignete Umzäunung klar vom angrenzenden Weg abgegrenzt werden?
- Ist der betreffende Bereich bereits im städtischen Beleuchtungskataster bzw. in der Maßnahmenplanung für
Angsträume berücksichtigt? Falls dies nicht der Fall ist, wird um Prüfung gebeten, den Bereich entsprechend
aufzunehmen und bei der weiteren Maßnahmenplanung zu berücksichtigen.
- Welche Maßnahmen können kurzfristig umgesetzt werden, welche weiteren Schritte sind erforderlich und
mit welchen voraussichtlichen Kosten wären diese verbunden?

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