In der vergangenen Ratssitzung hatten wir die Entscheidung über den Bau-Turbo auf unseren Wunsch hin vertagt, weil die von der Planungsverwaltung vorgelegten Handlungsempfehlungen aus unserer Sicht zu sehr von Vorbehalten und Einschränkungen geprägt waren. Wir wollten keine Verhinderungskultur, sondern eine Kultur des Ermöglichens – und haben daher im Wohnungsausschuss einen Antrag auf Korrekturen eingebracht.
In der Ratssitzung vom 26. März 2026 wurde die Vorlage nun beschlossen – in einer durch unseren Antrag verbesserten Fassung.
Die zentralen Punkte, die wir mit unserem Antrag konkretisiert und durchgesetzt haben:
Eine vorgeschaltete informelle Abstimmung mit der Verwaltung muss künftig spätestens nach drei Monaten abgeschlossen sein – damit werden Verzögerungen durch langwierige Prozesse verhindert. Die informelle Vorabstimmung ist zudem lediglich ein Angebot der Verwaltung und keine zwingende Verfahrensvoraussetzung. Die entsprechenden Passagen in der ursprünglichen Vorlage, die Bauanträge ohne vorherige Verwaltungsabstimmung faktisch blockiert hätten, wurden ersatzlos gestrichen. Darüber hinaus soll die Verwaltung eine verbindliche Zuständigkeitsregelung vorlegen, um Rechtsunsicherheit und Verzögerungen zu vermeiden, sowie ein Kommunikationskonzept gegenüber Öffentlichkeit und Investoren für mehr Transparenz. Städtebauliche Aspekte sollen zwar weiterhin berücksichtigt werden – aber mit Augenmaß und im Sinne des Bau-Turbos, ohne überzogene Forderungen an Investoren.
Für uns ist klar: Der Bau-Turbo muss als konstruktives Werkzeug genutzt werden. Der Druck auf den Dortmunder Wohnungsmarkt ist immens. Das Ziel muss eine echte Ermöglichungskultur sein – und kein zusätzlicher Verwaltungsaufwand.

Empfehlen Sie uns!