Digitale Souveränität: Rat beschließt Strategie für eine unabhängigere Stadtverwaltung

05.11.2026

Der Rat hat die Strategie zur Stärkung der digitalen Souveränität der Stadtverwaltung samt Handlungsagenda beschlossen. Damit liegt das Strategiepapier vor, welches wir bereits 2022 mit auf den Weg gebracht hatten (Drucksache: 23758-22). Damals hatte der Rat die Einrichtung einer Koordinierungstelle Digitale Souveränität und Open Source beschlossen. Diese Stelle hat die Strategie gemeinsam mit Politik und Verwaltung erarbeitet.

Matthias Nienhoff, digitalpolitischer Sprecher betont dazu: „Uns ist wichtig, dass wir unsere Stadt gerade in der Beschaffung von Softwarelösungen autonomer gestalten können und dadurch unabhängiger von großen Unternehmen am Markt agieren. Wir wollen damit kein Bürokratismus auslösen, sondern die Stadt souverän in die Zukunft bringen.“

Die Strategie soll die Handlungsfähigkeit der Verwaltung langfristig sichern und zugleich mit dem technologischen Fortschritt mithalten. Neben der Technik behandelt sie die Handlungsfelder Sicherheit, Wissen und Kooperation. Dortmund gibt die Strategie auch an andere Kommunen weiter und ist bereits am Kommunalen Open Source Board gemeinsam mit der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und dem Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDis) beteiligt. Außerdem entsteht vor Ort eine Initiative, die Open-Source-Software für Kommunalverwaltungen fördern will. Wir sind erfreut, dass dieser lang erwartete Schritt nun gelungen ist. Entscheidend wird zukünftig sein, dass die Handlungsagenda konsequent umgesetzt wird.