Plötzlicher Herztod: CDU fordert Defibrillatoren zur Laienreanimation in ganz Dortmund

Plötzlicher Herztod: CDU fordert Defibrillatoren zur Laienreanimation in ganz Dortmund
15.06.2021
Pressemitteilung

Die Dortmunder CDU-Fraktion will möglichst viele städtische Gebäude und Sportanlagen mit Defibrillatoren zur Laienreanimation ausstatten, um so die Notfallversorgungskette in Dortmund weiter zu verbessern. Im Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit wird heute über den Vorschlag der Christdemokraten beraten.

Thomas Bahr, der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, dazu:

„Wie wichtig das Thema Laienreanimation ist, haben wir erst vor wenigen Tagen bei der Fußball-Europameisterschaft gesehen: Im Spiel zwischen Dänemark und Finnland bricht der Däne Christian Eriksen mit einem Herzstillstand plötzlich auf dem Spielfeld zusammen. Dass der Spieler erfolgreich wiederbelebt werden kann und sich inzwischen sogar schon auf dem Weg der Besserung befindet, verdankt er neben dem beherzten Eingreifen der Rettungssanitäter wohl vor allem dem Umstand, dass ein Defibrillator zur Reanimation griffbereit war. Genau das wollen wir mit unserem Antrag anstoßen: Möglichst viele städtische Gebäude und Sportanlagen in Dortmund mit Defibrillatoren zur Laienreanimation ausstatten. Im Ernstfall kann es über Leben und Tod entscheiden, ob ein Defibrillator schnell verfügbar ist oder nicht.“

Erst vor kurzem hat die CDU-Fraktion das System der „Mobilen Retter“ in Dortmund auf den Weg gebracht. Darüber werden qualifizierte ehrenamtliche Ersthelfer per Smartphone alarmiert, sobald bei der Feuerwehr Notrufe mit der Meldung „Herz-Kreislauf-Stillstand“ oder „Bewusstlosigkeit“ eingehen. Nun soll eine flächendeckende Ausstattung städtischer Gebäude und Sportanlagen mit Defibrillatoren die Notfallversorgungskette in Dortmund weiter verbessern.

 

Hintergrund:

Nach Schätzungen des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. (2019) versterben in Deutschland jedes Jahr rund 70.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Das sind fast 20 Prozent aller durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachten Todesfälle. Bei einem Herzstillstand werden die individuellen Überlebenschancen und auch die anschließenden Chancen auf eine weitgehende Rehabilitation maßgeblich dadurch beeinflusst, wie schnell mit geeigneten Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird: Jede Minute des Herzstillstandes verringert die Wahrscheinlichkeit zu überleben um etwa 10 Prozent. Das Risiko dauerhafter Hirnschäden steigt zugleich minütlich.

Viele moderne Defibrillatoren werden heutzutage speziell für die Nutzung durch Laienhelfer entwickelt. Dank einer hohen Benutzerfreundlichkeit, etwa mit integrierter Video- oder Sprachanleitung, sind diese Defibrillatoren ohne Fachwissen oder Vorkenntnisse in der Ersten Hilfe einsetzbar.