Reaktivierung und Weiterentwicklung eines One-Stop-Prinzips für Unternehmen in Dortmund (analog dlzw)

21.04.2026

Beschlussvorschlag

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

die CDU-Fraktion im Ausschuss für Wirtschaft-, Beschäftigungsförderung, Europa, Wissenschaft und Forschung stellt den folgenden Antrag
und bittet um Beratung und Beschlussfassung:

Die Verwaltung wird beauftragt,

1. zu prüfen, inwieweit ein zentrales One-Stop-Prinzip für Unternehmen in Dortmund - analog des früheren "Dienstleistungszentrums 
Wirtschaft (dlzw)" - reaktiviert und weiterentwickelt werden kann,

2. ein Konzept vorzulegen, wie eine zentrale, koordinierende Stelle ("One-Stop-Dortmund")

  • ​als verbindliche Anlaufstelle für Unternehmen,
  • mit klaren Zuständigkeiten,
  • und mit steuernder Funktion über bestehende Akteure hinweg eingerichtet bzw. innerhalb bestehender Strukturen
    (insbesondere der Wirtschaftsförderung Dortmund) implementiert werden kann, 

3. darzustellen, wie eine solche Struktur insbesondere

  • die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung, Jobcenter, Kammern und Verwaltung bündeln kann,
  • Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse beschleunigt,
  • und Unternehmen eine Bearbeitung "aus einer Hand" ermöglicht,

4. konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um

  • verbindliche Reaktionszeiten,
  • transparente Prozesse,
  • sowie eine klare Verantwortungsstruktur sicherzustellen,

5. einen Zeitplan sowie eine Einschätzung der personellen und organisatorischen Auswirkungen vorzulegen.

Begründung:

Die wirtschaftliche Entwicklung Dortmunds steht aktuell unter erheblichem Druck. Fachkräftemangel, konjunkturelle Unsicherheiten
sowie strukturelle Transformationsprozesse stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. 

Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis - unter anderem aus Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft,
Handwerk, Arbeitsmarktinstitutionen und Verwaltung - ein wiederkehrendes Muster:

Es fehlt nicht an Angeboten, sondern an Koordination, Geschwindigkeit und klarer Zuständigkeit.

Zwar existieren mit der Wirtschaftsförderung Dortmund, dem Jobcenter sowie den Kammern leistungsfähige Institutionen. Dennoch agieren diese
vielfach nebeneinander, sodass Unternehmen weiterhin mit komplexen Zuständigkeiten, langen Abstimmungswegen und fehlender Transparenz 
konfrontiert sind.

Ein vergleichbarer Ansatz wurde in Dortmund bereits mit dem ehemaligen Dienstleistungszentrum Wirtschaft (dlzw) verfolgt.  Ziel war es, Unternehmen
eine zentrale Anlaufstelle zu bieten und sie durch Verwaltungsprozesse zu führen. Dieser Gedanke ist aktueller denn je, wurde jedoch bislang nicht
konsequent zu einer modernen, steuernden Struktur weiterentwickelt.

Vor dem Hintergrund zunehmender Standortkonkurrenz gewinnt insbesondere die Geschwindigkeit und Einfachheit von Verfahren an Bedeutung.
Städte, die Unternehmen klare Ansprechpartner, schnelle Entscheidungen und koordinierte Abläufe bieten, sichern sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Ziel des Antrags ist es daher nicht, neue Parallelstrukturen zu schaffen, sondern bestehende Strukturen gezielt weiterzuentwickeln und zu bündeln.

Ein modernes One-Stop-Prinzip kann dazu beitragen,

  • Fachkräfte schneller in Beschäftigung zu bringen,
  • Unternehmen effizienter zu unterstützen,
  • Investitionen zu beschleunigen,
  • und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Dortmund nachhaltig zu stärken.