Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
in der Sitzung des Rates am 20.05.2021 wurde mehrheitlich der Antrag der Fraktionen von Bündnis 90/DIE GRÜNEN,
CDU und Linke+ beschlossen, dass das Dortmunder System der Wohnungslosenhilfe um den Ansatz „Housing First“
ergänzt wird. Darüber hinaus sollte die Verwaltung ein Umsetzungskonzept des Ansatzes Housing First entwickeln,
das auf bereits bestehende und bewährte Konzepte („Endlich ein Zuhause“, Pension plus“, etc.) abgestimmt ist und
diese sinnvoll ergänzt.
Auch sollten Wohnungen dauerhaft für die Nutzung von Housing First umgewidmet werden mithilfe
folgender Schritte:
- Prüfung, welche Wohnungen des Wohnraumvorhalteprogramms bzw. Wohnungen im Besitz der Stadt Dortmund
bereits jetzt für Housing First geeignet sind. - Gespräche mit den Vermieter*innen der durch die Stadt angemieteten Wohnungen, um eine Nutzung der Wohnungen
im Rahmen von Housing First zu ermöglichen (also eine direkte Vermietung an die von Wohnungslosigkeit Betroffenen
nach Vermittlung durch Träger oder Stadt). - In Kooperation mit Trägern, die sich an Housing First beteiligen möchten: Aufnahme der Suche nach Wohnungen, die
für Housing First genutzt werden können, indem sie entweder durch die Stadt erworben werden oder die Vermieter*innen
bereit sind, diese auch an Betroffene zu vermieten. - Zurverfügungstellung von insgesamt 20 Wohnungen für Housing First für einen Modellversuch. Weitere Wohnungen sind
möglich. - Gewährleistung einer ausgewogenen Verteilung entsprechender Wohnungen über das gesamte Stadtgebiet.
Die Verwaltung sollte die soziale Betreuung im Rahmen von Housing First über einen lokalen Träger sicherstellen. Das
eingesetzte Personal sollte dabei mit dem Ansatz Housing First vertraut sein.
Zur Vergabe der Wohnungen im Rahmen des Ansatzes Housing First sollte mithilfe der Träger ein Kriterienkatalog
erarbeitet werden, nach dem die zur Verfügung stehenden Wohnungen vergeben und an Menschen durch die Träger
vermittelt werden.
Ebenfalls sollte eine Kooperation und enge Abstimmung zwischen der Stadt Dortmund, dem LWL sowie dem Ministerium
für Arbeit, Gesundheit und Soziales angestrebt werden. Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung um schriftliche
Darstellung, welche der oben genannten Punkte bereits durch die Verwaltung abgearbeitet wurden und mit welchem Ergebnis.
Des Weiteren bitten wir um Darstellung, wie die sozialpädagogische Begleitung abgedeckt werden soll, ob die Stadt Dortmund
diese Aufgabe selbst übernimmt oder falls nicht, mit wem die Stadt in diesem Bereich gedenkt, zusammen zu arbeiten.
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