Beschlossen wurde die Neugestaltung der Schulhöfe an der Schragmüller-Grundschule und dem Max-Planck-Gymnasium. Die Umgestaltung folgt dem Schwammstadt-Prinzip: Flächen werden entsiegelt, damit Regenwasser versickern kann und Hitzeinseln vermieden werden.
Wir haben das Thema selbst angestoßen. Bereits Ende 2021 hatten wir mit einem Haushaltsantrag auf die Bedeutung der Schwammstadt für Dortmund hingewiesen und die Verwaltung aufgefordert, ein Programm zur Entsiegelung und Begrünung von Schulhöfen zu entwickeln. Anfang 2023 haben wir die Fortführung des Schwammstadt-Programms sowie zusätzliche Mittel durchgesetzt. Umso wichtiger ist uns, dass das Konzept nun schrittweise umgesetzt wird.
Die jetzt im Rat mit unserem Stimmen beschlossene Vorlage trägt den Titel „klimaresiliente Schulhofplanung“. Im Planungsentwurf stehen jedoch Bewegung, Spiel und Aufenthalt im Vordergrund, etwa Flächen für Ballsport und Sitzmöglichkeiten. Die Schwammstadt-Maßnahmen, also weniger versiegelte Flächen, die Prüfung von Retention und verbesserte Versickerung, kommen ergänzend hinzu. Unser Hauptaugenmerk liegt aber auf der Vermeidung von Hitzeinseln und der Entsiegelung von Flächen. Unser Sprecher im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen, Uwe Waßmann, merkt dazu an: „Im Prinzip begrüßen wir das Vorhaben. Es sind die ersten Schulhöfe, bei denen wir in eine konkrete Entsiegelung kommen. Wir haben dafür schon vor Jahren Haushaltsmittel eingestellt, und erst jetzt kommen wir in die Umsetzung. Die Neugestaltung kann nur der Einstieg sein. Das Thema braucht deutlich Tempo, wie auch mehr Dynamik. Gerade bei städtischen Flächen muss die Verwaltung bei der Entsiegelung deutlich schneller werden. Die Vorlage suggeriert außerdem, dass sie eine reine Schwammstadt-Vorlage ist, dabei liegt ein deutlicher Schwerpunkt auf Sport und Bewegung. Welcher Teil der Kosten auf die Schwammstadt entfällt, wird nicht dargestellt. Wir wünschen uns, dass die Verwaltung das künftig klarer aufbereitet.“
Wir befürworten die Neugestaltung, gerade im Hinblick auf die vergangenen Starkregenereignisse, die nochmals gezeigt haben, wie notwendig es ist, die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt voranzutreiben. Dennoch erwarten wir von der Verwaltung deutlich mehr Tempo bei der Umsetzung des Konzepts. Diese Neugestaltung setzt den Grundstein für eine moderne und zukunftsorientierte Stadt.

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