Bündnis90/Die Grünen und CDU sprechen sich für „Haus der Dortmunder Geschichte“ aus

Bündnis90/Die Grünen und CDU sprechen sich für „Haus der Dortmunder Geschichte“ aus
01.06.2021
Pressemitteilung

Zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit stellen die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU den Antrag, die Dortmunder Museumslandschaft durch die Einrichtung eines „Haus der Dortmunder Geschichte“ zu ergänzen.

Dazu Matthias Dudde, Bündnis90/Die Grünen:

„Ein zeitlicher Schwerpunkt des "Hauses der Dortmunder Geschichte" muss der Zeitraum der vergangenen 200 Jahre sein, in dem Dortmund zur industriellen Großstadt wurde. In dieser Zeit wuchs die Bevölkerung von rund 4.500 zu Beginn der 1820er Jahre auf über 600.000 Menschen heute, sodass ein thematischer Schwerpunkt in der Migrationsgeschichte liegen soll. Heute leben Menschen aus 160 Nationen in der Stadt. Die Anlässe und Gründe in den vergangenen zwei Jahrhunderten nach Dortmund zu kommen waren vielfältig. Die Menschen brachten ihre Persönlichkeit und ihre Arbeitskraft mit und bereicherten damit die städtische Gesellschaft ihrer jeweiligen Zeit. Damit würde ein "Haus der Dortmunder Stadtgeschichte" gut die industrielle Dortmunder Museumslandschaft mit Hoesch Museum, Brauereimuseum und Zeche Zollern II/IV ergänzen.“

Ute Mais, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion:

„Gerade wesentliche Veränderungen der wirtschaftlichen Struktur, der Zuwanderung und das veränderte städtebauliche Bild Dortmunds zeigen, dass die Realität in Dortmund keinen Niederschlag findet in der örtlichen Museumsausrichtung. Der Phoenix See, Phoenix West oder Hohenbuschei – um nur einige zu nennen – zeigen, dass sich das Gesicht Dortmunds in den letzten Jahren sehr stark verändert hat. Wo einst noch die Kohle- und Stahlindustrie vorzufinden war, findet sich heute Technologie, Universität und Industrie. Dortmund hat es als fast einzige Ruhrgebietsstadt verstanden, einen industriellen Wechsel zu vollziehen und dabei alle anderen Herausforderungen – wie beispielsweise die Zuwanderung – zu meistern. Genau diese Entwicklung sollte in einem „Haus der Dortmunder Geschichte“ aufgezeigt und dargestellt werden, damit allen BürgerInnen die gesamte historische Entwicklung Dortmunds aufgezeigt wird.“

Und beide Fraktionen sind sich einig:
„Die „Museumsnacht“ zeigt jedes Jahr erneut, wie stark die Nachfrage nach den kulturellen Einrichtungen Dortmunds ist. Eine Verbindung der oben genannten Museen zu einer „Dortmunder Museumsmeile“ würde den Museen in der City noch einmal einen höheren Stellenwert zukommen lassen und könnte über die Grenzen Dortmunds hinaus beworben werden. So wird Kultur erlebbarer und ereignisreicher.“

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